27 Februar 2006

Wil überholt GC

Juhuu! Der Fussballclub Wil ist endlich wieder vor den Grasshoppers klassiert (Seite 21):

Wen die wirkliche Tabelle interessiert: Man findet sie zB hier

Dank an Sandro für den Hinweis

24 Februar 2006

Wo fällt ein Fehler auf?

Unser treuer Leser theroots stellt nach der Lektüre eines 20-Minuten-Artikels wichtige medientechnische Fragen:

Wo fällt ein Fehler beim Korrekturlesen am meisten auf? Im ersten Satz? Eventuell. Bei dem ersten Wort? Sollte man meinen.

22 Februar 2006

Wenn Fussballer buchstabieren


Der Schweizer Fussballer Raphael Wicky vom Hamburger SV äussert sich heute im 20-Minuten-Interview über den entscheidenden Fehlpass im Spiel gegen Thun von letzter Woche (S. 25 und online).

Ihren kapitalen Fehlpass, der Thun den Siegtreffer ermöglichte, haben Sie verdaut?
Wicky: Ein Fehlpass kann mich nicht kaputtmachen. Wenn ich das nicht abhacken könnte, hätte ich mich sofort auswechseln lassen müssen.

Lieber Herr Wicky, falls Sie trotzdem mal Probleme mit dem Abhacken haben, bringen wir ihnen gerne eine Axt ans Spiel.

21 Februar 2006

Laut dem Gevatter Terror


Dieses Bin-Laden-Bild habe ich aus demjenigen Motiv aus der Gratiszeitung gescannt und hochgeladen, das wohl auch 20 Minuten veranlasst hat, es auf Seite 10 abzudrucken: Bin Laden sells!

Ein Nebengrund mag auch sein, dass ich das Wort "Terrorfürst" ausserordentlich sympathisch finde. Sogar noch besser als "Terrorpate", "Terroronkel", oder "Gevatter Terror".


Laut dem Bundesamt für Statistik sind die Gefängnisse voll. Seite 6
Spitzfindige Sprachidioten wie ich benutzen nach der Präposition "laut" den Genitiv. Andere benutzen das darauffolgende Wort ohne Artikel ("Laut Bundesamt für Statistik"). 20 Minuten wählt eine geschickte Kompromisslösung.
Nebenbei: Sprachidioten wie ich beziehen sich u.a. auf B. Sicks Zwiebelfisch

Aber ich lade dieses Bild ja nicht wegen solchen Spitzfindigkeiten rauf, sondern natürlich einfach so, weil mich das Sujet künstlerisch inspieriert.

17 Februar 2006

Jugendslang ad absurdum

Ich habe während der heutigen 20-Minuten-Lektüre (S. 35) mit grossem Bedauern feststellen müssen, dass ich den heutigen Hip-Hop-Slang nicht mehr verstehe.

"Rap aus Marseille im"
Was mag das bloss heissen?
Ist vielleicht jemand aus unserer Leserschaft zu einer Übersetzung fähig im?

Einen möglichen, wenn auch gar weit hergeholten Lösungsvorschlag ist übrigens dem 20-Minuten-Online-Artikel zu entnehmen.

Ohne Worte



Danke an Karim, der sich durch diese Diashow klickte, für den Hinweis.

Nachtrag der unmündige Leser, 19.2., 11:17 Uhr:
Rund 47 Stunden nach diesem Blogeintrag, nehmen die Nashörner ihre Nahrung immer noch mit dem Arschloch auf.

16 Februar 2006

Pfiffige Sonderwerbeformen

Es gibt bestimmt viele Leute, die diese beiden redaktionellen Beiträge über Nike und STA als pfiffige Sonderwerbeform bezeichnen.



Es gibt aber auch Leute, die bezeichnen das als dünnpfiffige Leserverarsche.

Was ist das?

Der Benjamin hat uns auf einen Beitrag in der Onlineausgabe zu folgendem Thema aufmerksam gemacht.


Dazu gibt's ein äusserst mysteriöses Foto mit der vielsagenden Bildlegende "Bild: Keystone"

Nun war der Benjamin etwas verunsichert, was denn dieses Foto mit dem Ereignis zu tun hat, das in der Meldung beschrieben wird. So fragte er uns:

"Was hängt da an der Decke?
-Eine A-Bombe?
-Ein Lautsprecher, aus dem gerade der französische Aussenminister zu hören ist?
-Eine Mohammed-Karrikatur?"

Obwohl Hund Basil die Iranische Küche besonders gerne mag und ich jemanden kenne, der jemanden kennt, der mal dem Schah von Persien einen Wasserhahn verkaufte, wissen auch wir nicht, was das ist. Ich glaube, dass es sich um eine Art Bienenstock für radioaktive Kampfwespen handelt. Weitere Interpretationen nehmen wir gerne in den Kommentaren entgegen.

14 Februar 2006

Sportliches Angebot an die Chefredaktion

Von: pendlerblog@gmx.ch
Betreff: Beitrag fürs Pendlerblog?
Datum: 10. Februar 2006 10:54:29 GMT+01:00
An: marco.boselli@20minuten.ch, peter.waelty@20minuten.ch, redaktion@20minuten.ch

Guten Tag Herr Boselli, guten Tag Herr Wälty

(Entschuldigen Sie bitte, falls sie das Mail mehrmals erhalten haben, ich habe im Impressum Ihre Adressen nicht gefunden)

Unter der URL http: //pendlerblog.blogspot.com betreiben wir ein Weblog, das sich kritisch, aber eigentlich eher satirisch, mit 20 Minuten auseinander setzt. Wie wir kürzlich gelesen haben, sollen sie angeblich schon mal von unserem Weblog gehört haben. Das freut uns natürlich.

Nun zu meinem Anliegen. Am 14. Februar feiern wir unser einjähriges Bestehen. Aus diesem Grund werden wir in der Zeit bis dahin auf unserem Blog auch täglich Nicht-Pendlerblogger mit Beiträgen zum 20 Minuten zu Wort kommen lassen. Diverse Blogger haben bereits einen Gastauftritt bei uns absolviert. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die meisten sehr kritisch über 20 Minuten äussern, auch eine kurze Recherche bei der Blogsuchmaschine Technorati und bei Google spülte eine grosse Anzahl negativer Kommentare über 20 Minuten zu Tage.

Weil wir gerne ein "sportliches Verhältnis" zu Ihnen pflegen würden, möchten wir ihnen die Möglichkeit bieten, sich ebenfalls mittels eines Gastbeitrags in unserem Blog über ihre Zeitung zu äussern, gewissen Kritiken entgegenzutreten, positive Aspekte ihrer Arbeit zu unterstreichen.

Sie könnten uns beispielsweise erklären, welche Qualtitätsmerkmale Sie an 20 Minuten besonders wichtig finden und die Leistung herausstreichen, dass dank 20 Minuten wieder vermehrt jugendliche Leser zur Tageszeitung greifen.

Falls sie keine Lust dazu haben, etwas über 20 Minuten zu schreiben, würde uns natürlich ihre Meinung zu unserem Blog interessieren. Sie können uns als das mieseste Blog der Welt verschreien oder uns auch nur schlicht zum Geburtstag gratulieren.

Egal was sie schreiben, wir versprechen Ihnen hoch und heilig, dass wir ihren Beitrag nicht verändern, sondern ihn so publizieren, wie Sie ihn uns senden.

Sie denken sich jetzt bestimmt: "Für so was haben wir keine Zeit". Wir würden uns aber auch über einen ganz kurzen Beitrag freuen.

Falls Sie das machen möchten, wären wir froh, vor dem 14. Februar, besser noch so schnell wie möglich, einen Beitrag von Ihnen zu erhalten. Am besten mit einem Bild (von Ihnen oder irgendwas, irgendwem sonst) und einem kleinen Text zu sich selbst (beispielsweise: Marco Boselli ist Chefredaktor von 20 Minuten. Er liest täglich das Pendlerblog und mag Spiegelei mit Paprika bestreut.....)

Was denken sie über dieses Angebot?

Freundliche Grüsse
der unmündige Leser und Hund Basil

Anschliessend hat im Flur an der Werdstrasse folgendes völlig frei erfundenes Gespräch statt gefunden:

Juhuu Geburtstag

Heute wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Aus diesem Anlass haben wir eine kleine Pressemeldung an die Schweizer Medien gesendet.



Pendlerblog-Herausgeber der unmündige Leser (l.) und Hund Basil (r.) feiern den ersten Geburtstag mit einer Flasche Bois des Dames, Corbieres, Chateau Etang des Colombes 2001

ZÜRICH - Am 14. Februar feiert das Pendlerblog seinen ersten Geburtstag. Seit einem Jahr lesen die Blogger freiwillig 20 Minuten, die grösste Tageszeitung der Schweiz. Sie suchen Fehlleistungen, die sie anschliessend auf dem Weblog publizieren und kommentieren. Diesen Blattkritik-Service bieten sie der 20-Minuten-Redaktion kostenlos an.


Was am 14. Februar 2005 mit einem Eintrag über von Knorr gekaufte redaktionelle Inhalte begann, ist heute eines der beliebtesten Watchblogs der Schweiz. Das Pendlerblog erfreut sich einer explosiv wachsender Leserzahl. Durchschnittlich besuchen es 250 Personen täglich (Visits). Vor einem Jahr waren es erst zwei. Somit hat sich der Traffic um 12'500 Prozent gesteigert. Zum Vergleich: 20-Minuten-Online konnte im Jahr 2005 nur gerade 25 Prozent zulegen (Quelle Wemf).

Der überragende Erfolg von Pendlerblog im Lesermarkt gilt es dennoch zu relativieren. Zwar schauen sich täglich 250 Menschen das Pendlerblog an. Dies bedeutet aber auch, dass sich rund 947'750 20-Minuten-Leser das Pendlerblog nicht anschauen (Quelle Mach Basic 2005). 947'750 Menschen werden also nicht aufmerksam gemacht auf die stümperhaft gekürzten Agenturmeldungen, schlecht ausgewählten, bestenfalls willkürlich untertitelten Symbolbildern und nicht als Anzeige gekennzeichnete Werbung in 20 Minuten.

Helfen Sie mit, diese Zahl zu verringern.

Im Folgenden finden Sie ein paar Höhepunkte des Pendlerblog-Jahres:
Werbung im redaktionellen Teil
20 Minuten ist sehr erfolgreich im Verkauf von nicht als Anzeige gekennzeichneten Werbungen im redaktionellen Teil. An Spitzentage wie beispielsweise dem 10. Januar 2006 finden sich bis zu neun solcher Anzeigen in der Zeitung. Pendlerblog sammelt diese Anzeigen auf der gelben Seite.

Symbolbilder
Da 20 Minuten kaum eigene Fotos schiesst und trotzdem zu einem grossen Teil aus Bildern besteht, müssen immer wieder seltsame Symbolbilder verwendet werden, die dann mit noch seltsameren Bildlegenden versehen sind.
Das grosse Symbolfoto-Quiz
Ein Spezialist von Intel
Jöh Ölboren
Ressort Spezialeffekte
Die Knuffi-Affäre
Das merkt doch niemand

Wie diese Form von "Fotojournalismus" entsteht, hat das Pendlerblog in zwei Beiträgen erklärt:
Fotojournalismus leicht gemacht I
Fotojournalismus leicht gemacht II

Lob
Das Pendlerblog ist aber nicht immer nur kritisch. Gelegentlich lobt es 20 Minuten auch für hervorragende Leistungen:
Ein Lob
Noch ein Lob
Schon wieder ein Lob

Insult Awards
Die Pendlerblog-Autoren stossen nicht immer auf Wohlwollen. Des öfteren werden sie von anonymen Kommentarschreibern beleidigt. Aus diesem Grund vergeben sie regelmässig Preise für die besten Beleidigungen.
Insult Awards November 05

Eigenwerbung
Wie andere erfolgreiche Unternehmen neigt auch 20 Minuten zur Selbstüberschätzung. Dies äussert sich unter anderem in der Eigenwerbung.
Juhuu wir haben eine Katastrophe
Einmalige Karrierechance
20min.ch I
20min.ch II
20min.ch III
Eine Analyse

Peinlich
Und dann gibt noch Dinge, die sind einfach nur peinlich

Pendlerblog ist stolz, dass es Pendlerblog gibt.
1 Jahr Pendlerblog

13 Februar 2006

Bloggingtom.ch: Geburtstagsserie, Teil X

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute gesteht BloggingTom, dank Pendlerblog zu 20 Minuten gefunden zu haben.

Von BloggingTom


"Kenn' ich nicht, brauch' ich nicht", war wohl bis vor rund einem Jahr meine Meinung zu 20 Minuten. Logisch, denn ich bin kein Pendler und 20 Minuten gibts hier in Hinwil nicht (zumindest nicht als Zeitung). Das änderte sich aber schnell, als das Pendlerblog sich aufmachte, den Damen und Herren von 20 Minuten auf die Finger zu schauen.

Was hätte 20 Minuten auch besseres passieren können: Gäbs das Pendlerblog nicht, würde (bei mir) auch heute noch kein Hahn nach der Gratiszeitung krähen. Doch die Chefredaktion von 20 Minuten strafte das Pendlerblog noch vor kurzem mit Ignoranz, heute gibt (Online-)Chefredaktor Wälty immerhin zu, schon vom Pendlerblog gehört zu haben. Gelernt hat Wälty daraus aber gar nichts, obwohl er den Pendlerbloggern eigentlich dankbar sein müsste: Dankbar dafür, dass sie dank dem Pendlerblog viele neue Leser gewonnen haben, auch wenn darunter wohl einige wie ich sein werden, die eher auf Fehler- und Peinlichkeitssuche sind, als das sie Interesse an den "News von jetzt!" haben.

Happy Birthday Pendlerblog!

Neben seinem BloggingTom schreibt Tom auch noch in seinen weiteren Blogs Travelblogger und Hotlinking Blog
1 Jahr Pendlerblog

Blattkritik.ch: Geburtstagsserie, Teil IX

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute bitten uns Karl Börnstein und Stefan Schaer, den Blick zu bloggen.

Bloggt den Blick!

Von Karl Börnstein und Stefan Schaer


Wir lesen «20 Minuten» selten. Nicht, weil wir nicht gern 10 Minuten in «20 Minuten» blättern würden, sondern weil das Gratisblatt in Bern für Spätaufsteher kaum zu haben ist. Mit anderen Worten: Wir wissen eigentlich nur, was bei «20 Minuten» läuft beziehungsweise schief läuft, weil wir den Pendlerblog lesen – täglich und mit Vergnügen. Happy Birthday Pendlerblog!

Aber: Wärs ein Problem, wenn wir nicht wüssten, was in «20 Minuten» steht? Kaum. «20 Minuten» hat die Schweizer Medienlandschaft zwar verändert, ist aber inhaltlich ziemlich irrelevant. «20 Minuten» ist einfach Teletext mit Bildern, populär gemacht.

Das wissen auch die Pendlerblogger. Unten auf der Site lesen wir:

Eigentlich wollten wir ja den Blick besprechen. Aber leider haben wir kein Geld um den Blick zu kaufen. Wir warten darauf, dass uns die 20-Minuten-Redaktion ein Gönnerabo des Blicks bezahlt, damit wir unseren Fokus verlagern können.

Das Warten muss ein Ende haben: Bloggt den Blick, liebe Pendlerblogger! Erklärt, was «Blick» verklärt. Ergänzt, was «Blick» weg lässt. Führt eine Kampagne gegen «Blick»-Kampagnen.

Und wenn euch die «20 Minuten»-Redaktion das Abi nicht bezahlen will, dann sammeln wir für euch.

Karl Börnstein und Stefan Schaer sind Herausgeber von Blattkritik.ch
1 Jahr Pendlerblog

12 Februar 2006

Reprise

Tobistar nimmt sich unseren Geburtstag zum Anlass, seine gesammelten Beobachtungen zu 20 Minuten nochmals Revue passieren zu lassen.

11 Februar 2006

Ignoranz.ch: Geburtstagsserie, Teil VIII

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute diskutiert Sandro Feuillet die Aussagekraft des besten aller Werbeslogans.

Intensiver lesen
Von Sandro Feuillet


Ich lebe intensiv. Sehr intensiv. Doch 20 Minuten verspricht mir täglich, ich würde noch viel intensiver leben, würde ich 20minuten intensiv lesen. Noch intensiver? Intensiv überlege ich mir, ob ich das überhaupt will. Will ich intensive Partygänger sehen? Will ich intensiv.20min.ch besuchen? Will ich intensiv gekürzte 20-Sekunden Tickermeldungen lesen? Will ich einen intensiv ge-product-placeten Werbecomic lesen? Trotz intensivem nachdenken fällt die Antwort schwer, ich entscheide mich eigentlich nur selten für die intensivste aller Gratistageszeitungen.

Aber für den intensivsten aller Pendlerblogs entscheide ich mich täglich. Er ist eigentlich der intensivste meiner abonnierten Blogs. Vor allem die intensiven Kommentare haben mir schon viele böse Blicke ernster Bürogenossen eingebracht. Wo sonst kann man in dieser intensiven Zeit noch herzhaft lachen, gratis? Happy Birthday Pendlerblog!


Sandro Feuillet ist Mitgründer und Autor des Politik Forum ignoranz.ch
1 Jahr Pendlerblog

Sozialmissbrauch die Zweite

Nachdem 20 Minuten letzte Woche etwas unglücklich die dunkelhäutigen Menschen aus der Puma-Werbung als Sozialmissbraucher bezeichnete, hat die Zeitung am Donnerstag (S. 16) eine Inserate-Kombination fabriziert, der wir eher zustimmen können:

10 Februar 2006

Planet Welti: Geburtstagsserie Teil VII

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute erklärt Philippe Welti, wie das Pendlerblog die Qualität von 20 Minuten steigert.

Watchdogs, die Mehrwert schaffen
Von Philippe Welti


Seinen Augen entgeht nichts: Unerbittlich unterwirft der Pendlerblog 20 Minuten, die erfolgreichste Schweizer Tageszeitung, einer täglichen Prüfung und deckt schonungslos auf, was nicht ganz optimal gelungen oder koscher ist. Dies mit hoher journalistischer Kompetenz. Als Leser ist man versucht anzunehmen, dass die Damen und Herren Pendlerblogger selber Journalisten sind. Die Frage bleibt allerdings unbeantwortet.

Das publizistische Erfolgsprodukt 20 Minuten müsste seinem Argus dankbar sein: Ein Blick auf den Pendlerblog erspart eine Menge Zeit bei der Blattkritik, die dann zur Qualitätssteigerung des Blattes frei wird. Die immer grösser werdende Leserschar dankt Euch. In diesem Sinne sage auch ich Euch: Weiter so!

Der durch den Pendlerblog geschaffene Mehrwert müsste vom Hause Tamedia eigentlich finanziell abgegolten werden.

Philippe Welti war Geograph, Hotelmanager und Journalist. Heute ist er Senior Consultant bei der Klaus J. Stöhlker AG. Er isst gerne gut, liebt die Medien, wirft täglich einen Blick auf 20 Minuten und lebt und kommuniziert u.a. auch auf Planet Welti.
1 Jahr Pendlerblog

Ressort Poser der Woche



Wow! Sieht dieser DJ nicht saucool aus, wie er da in die Kamera "reinscratcht"?

Er ist aber auch ein geiler Hund. Laut 20 Minuten hat er schon die meisten seiner Wünsche erfüllt:

-Eine eigene Radio-Show
-Booking-Anfragen ohne Ende
-und seit kurzem eine Tochter

Jetzt sollte ihm nur noch jemand beibringen, dass er beim Scratchen die Nadel auf die Platte aufsetzen muss.

09 Februar 2006

Das Lästermaul: Geburtstagsserie Teil VI

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute gibt Daniel Rei zu, dass er auch schon mal das Interesse am Pendlerblog verloren hat.

Von Daniel Rei


Die Gratiszeitung 20 Minuten, die sich von Zürich aus über die Agglomerationen der Deutsch- und neu auch der Westschweiz ausbreitet, ist in erster Linie ein Werbeträger mit hoher Reichweite. Die redaktionellen Beiträge sind minimalistisch ausgelegt oder im Falle der Wirtschaftsseiten eingekauft. Mangelhaft sind das Korrektorat und die Auszeichnung dessen, was Werbung ist. Pfiffig allerdings oftmals die Anwendung von Sonderwerbeformen.

"Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsse ein "20min"-Watchblog eröffnen…" schrieb ich im Juni 2005 beiläufig im Laestermaul-Blog. Zu der Überzeugung, dass dies notwendig sei, kam ich schon früher, hatte ich doch schon ab April 2004 regelmässig etwas über 20 Minuten zu lästern. Aber halt... da gab es doch schon ein Watchblog für 20 Minuten, das Pendlerblog, das sich mit journalistischen Fehlleistungen der Pendlerzeitung auseinandersetzte.

Bald gewann es, dank ins Mark treffender Beobachtungen, mehr Leser und wurde zu einem der beliebtesten Weblogs der Schweizer Blogosphäre. Auch die Macher des Gratisblatts wurden darauf aufmerksam und liessen so manche bösen Kommentar fallen (auch wenn sie bis heute behaupten, nicht mehr als bloss "davon gehört" zu haben). Und wir freuten uns, und es war gut so.

Doch so, wie die in der Pendlerzeitung dargelegten Weis- und Wahrheiten oftmals mehr den Weissagungen eines Pendlers (oder von ananova.com) entsprachen, so spitzfindig, bisweilen kleinlich waren die Beobachtungen der vergrösserten Autorenriege, und ich verlor allmählich das Interesse.

Nun wird Pendlerblog ein Jahr alt, und wenn ich mir die Beiträge der letzten zwei, drei Wochen so ansehe, so lacht mein Herz, denn die Pendlerblogger befinden sich auf dem Weg zur Besserung - oder die "20 Minuten"-Redaktion leistet sich wieder gröbere Schnitzer.
Nur weiter so!

Daniel Rei ist das Laestermaul, für das nebst Lasagne auch sprachliche Fehlbarkeiten gefundene Fressen darstellen.
1 Jahr Pendlerblog

Das Verbrechen hat einen neuen Namen

Lenker in Andelfingen erwischt
...titelt 20 Minuten heute auf Seite 3. Als ehrliche Staatsbürger lesen wir ja gerne Dinge wie "Bankräuber erwischt" oder "Vergewaltiger erwischt" und müssen nun daraus wohl schliessen, dass 20 Minuten den "Lenker" zur neuen Verbrecherkategorie geadelt hat, so ähnlich wie "Schlepper".
Ich dachte ja bis jetzt immer, von diesen Lenkern gäbe es relativ viele. Wenn aber die Andelfinger Polizei stolz in der Printpresse verlauten lässt, sie habe endlich einen erwischt (obwohl seit der Erfindung des Automobils ja doch schon ein paar Jahre ins Land gegangen sind), kanns nicht ganz so einfach sein, diese Lenker zu erwischen. Vielleicht liegt's daran, dass diese schurkischen Lenker stets entwischen. Mit Bleifuss.

08 Februar 2006

Millionen Milliarden Fantastiliarden Gotteszahl

Was tun mit dem grossen Lottogewinn von 285 Millionen Franken? 20 Minuten hat sich dazu eine Online-Bilderstrecke ausgedacht.
Eine der vielen Idee:
Die Insel St. James in der Karibik steht für 64'310'000 Millionen Franken zum Kauf.

Aber bitte, 20-Minuten-Online: Mit nur 285 Millionen vermag man diese 64-Billionen-teure Insel doch noch lange nicht.


Dank an Theroots für den sachdienlichen Hinweis

Nachtrag der unmündige Leser, 9. Februar, 11:55 Uhr.
20-Minuten-Online hat die Zahl korrigiert

Der Medienspiegler: Geburtstagsserie Teil V

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute bescheinigt uns Martin Hitz einen hohen Unterhaltungswert.

Den Grossen auf die Finger (sc)hauen
Von Martin Hitz


Medienmacher sind nicht gerade bekannt dafür, viel über ihr eigenes Tun und Handeln nachzudenken. Schwimmen sie auf einer Erfolgswelle, dürfte die Bereitschaft zur Selbstreflexion noch weniger ausgeprägt sein.

Und den Erfolg auf dem Leser- und Anzeigenmarkt kann 20 Minuten ja nun wirklich niemand absprechen. Auf dem Papier hat man, was die Leserzahlen angeht, den Blick bereits überholt. Und im Web ist dies laut Peter Wälty, Leiter des Internetauftritts von 20 Minuten, nur noch eine Frage der Zeit (Zitat Wälty: "Insofern werden wir wohl gar nicht anders können als früher oder später den Blick zu überholen und Nummer eins zu werden").

Erfolg kann aber blind machen, so blind zum Beispiel, dass die Trennlinien zwischen redaktionellem und Anzeigenteil nur noch verschwommen wahrgenommen und Press Releases und Publireportagen schnell einmal mit Eigenleistungen verwechselt werden. Wer kann da als Lotse im Nebel dienen? Wer (sc)haut den Erfolgsverwöhnten auf die Finger?

Gut möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich, dass Peter Wälty den Pendlerblog tatsächlich nicht liest, wie er jüngst im Interview mit persoenlich.com zu Protokoll gegeben hat. Sicher wird er ihn aber lesen lassen. Denn wo sonst bekommt er ein Gratis-Korrektorat? Und wo eine unentgeltliche und dazu noch unterhaltend zu lesende Blattkritik? Gut deshalb, dass es 20 Minuten gibt. Denn gäbe es sonst den Pendlerblog? Happy Birthday!

Und übrigens: Was wäre denn, wenn der Blick sich für das Geschäftsmodell von 20 Minuten entscheiden würde, was - wie man hört - nicht ganz auszuschliessen ist?

Martin Hitz ist Herausgeber von Medienspiegel.ch (der übrigens gerade seinen 3. Geburtstag feiert!), seit einem Jahr Projektleiter des Web-Newsauftritts von Schweizer Fernsehen und demnächst wieder offen für Neues.
1 Jahr Pendlerblog

07 Februar 2006

Hochschulstudium Popmusik

(S. 25)

Wenn das eine Bassgitarre ist, fress ich einen Besen.

06 Februar 2006

Jürgen Brandstifter: Geburtstagsserie Teil IV

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute schimpft Jürgen Brandstifter.

Von Jürgen Brandstifter


Bänz Friedli, ehemaliger Kolumnist der 20 Minuten, hat sich in seiner Pendlerkolumne mal über Moritz Leuenberger aufgeregt: „Herr Bundesrat findet die Pendlerzeitungen Mist. Statt dass er (…) sich freuen würde, dass die Kids überhaupt Zeitung lesen!“. Ich finde: es wäre besser, die Kids würden nichts lesen. Denn es gibt etwas, das gefährlicher ist, als keine Information: Desinformation.

20 Minuten ist eine Zeitung, die einem das Gefühl gibt, Bescheid zu wissen, wo man doch nur einen äusserst eigentümlichen Blick auf das Weltgeschehen erhält. Journalistischer Ethos wird kalt lächelnd übergangen und die Themen werden nach äusserst seltsamen Kriterien ausgewählt. Es ist deshalb gut zu wissen, dass das Pendlerblog als digitaler Sisyphos unermüdlich gegen dieses Blatt ankämpft. Denn das Ganze ist doch immerhin amüsant zu lesen, wenn es auch ganz offensichtlich nichts nützt. Denn 20 Minuten ist heute genauso beschissen wie in der Zeit vor dem Pendlerblog, die Redaktion macht immer noch die gleichen Fehler.

Aber der Anblick eines Tramwagons, in dem morgens jeder einzelne Reisende die 20 Minuten liest, ist nicht mehr ganz so erschreckend, wenn man weiss, dass irgendwo da draussen ein paar Leute die Zeitung mit Freude und pingeligster Genauigkeit unter die Lupe nehmen. Denn der Kampf gegen 20 Minuten ist nicht leicht. Es fällt schwer, eine Zeitung zu boykottieren, die nichts kostet und dann erst noch ein Kreuzworträtsel sowie Calvin-und-Hobbes-Comics beinhaltet. Dank dem Pendlerblog muss ich jetzt kein schlechtes Gewissen mehr habe, wenn ich dieses Käseblatt trotz allem mitnehme. Denn nach dem Kreuzworträtsel kann ich mich ja dann dort zum Ausgleich gebührend über die 20 Minuten aufregen. A Propos Kreuzworträtsel: Zwei Fragen quälen mich schon seit Jahren, wer kann mir weiterhelfen? 1. Tanzfigur der Quadrille, 3 Buchtsaben. 2. Kosename der spanischen Königin, ebenfalls drei Buchstaben. Irgendjemand?

Jürgen Brandstifter wäre gerne Medienwissenschaftler, schreibt für das Lismal-Magazine und weiss nicht, was eine Quadrille ist.
1 Jahr Pendlerblog

Fachliche Szenekompetenz dünn gesät

Manchmal ist es wie verhext. Da möchte man unbedingt dazugehören zu den coolen Leuten in den coolen Clubs; und dann blamiert man sich so sehr, dass man es nie mehr wagen sollte, sich diesen Clubs auch nur auf 100 Meter zu nähern. Dieses Schicksal erleidet heute mal wieder die Chillout-Redaktion, die erneut versucht, ihre fachliche Szenekompetenz unter Beweis zu stellen:
"LUZERN - Für einmal war am Wochenende nicht der Sedel-Club, sondern das Konzerthaus Schüür die Hauptstätte des Punks. Zum dreissigsten Geburtstag der Location liess diese gleich mehrere Urgesteine auffahren." (S. 38)


Bildlegende: "Vom Knast in die Luzerner Schüür: The Vibrators liessen es krachen"

Auf diesem Bild sind nicht The Vibrators zu sehen, sondern die belgischen The Kids (der unmündige Leser empfiehlt "This is Rock'n'Roll). Ausserdem wurde nicht die Schüür 30 Jahre alt, sondern der Punk. 1976 wurde der nämlich geboren. Deshalb hiess der Event auch 30 Years Of Punk und nicht 30 Years Of Schüür.

Mit herzlichem Dank für den Hinweis an Tom.

05 Februar 2006

Leumund: Geburtstagsserie Teil III

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute bittet Christian Leu um Drive-Thru-20-Minuten-Boxen.

Von Christian Leu


Vielen Dank für eure Mail. Na ja, ich würde gerne einen Beitrag schreiben, aber ich lese das 20 Minuten nie. Und das einfach, weil es keine Drive-Thru-20-Minuten-Boxen gibt. Und da ich mit dem Auto aus der Stadt fahre, kann ich die 20 Minuten nicht mitnehmen ohne irgendwo anzuhalten und den Verkehr zu behindern. Also ich bin eh schon lange dafür, an geeigneten Stellen 20 Minuten Boxen aufzustellen, die man vom Auto aus anfahren kann! Helft mir!

Also, Bern, Helvetiaplatz Tramhaltestelle, Fahrbahnseitig einen Kasten.

Christian Leu ist der Leumund, betreibt Relab.ch und Blogtrends.info und wollte mal Schweizer Kulturminister werden.
1 Jahr Pendlerblog

Serie: Eigenwerbung neues 20min.ch, Teil 3

Wow! Die Bastelbude von 20 Minuten-Online hat jedem Redaktor ein Space-Shuttle-Cockpit gebaut, in welchem er die Zugriffszahlen zu seinen hochwertig gecopypasteten Premium-Content-Inhalten jederzeit überprüfen und analysieren kann. Diese Nutzerüberwachungsanlage wird meiner Meinung nach zurecht in der Eigenwerbung angepriesen.

(Aus der Eigenwerbung von 20 Minuten zum neuen Online-Auftritt, 1. Feb. 06, S. 20).
Teil 1, Teil 2

04 Februar 2006

Geburtstagsserie 1 Jahr Pendlerblog: Teil II

Am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - heute kämpft Fredy Künzler gegen die Diskriminierung von Langschläfern.

Die Diskriminierung der Langschläfer
Von Fredy Künzler


20 Minuten diskriminiert Menschen, die nicht zeitig - lies: vor 7 Uhr in der Früh - aus den Federn mögen. Dies muss mal gesagt sein. Wenn ich nämlich, üblicherweise Richtung 9:11-Uhr-S8 in Winterthur an der blauen Box vorbeihetze, dann ist der 20-Minuten-Tag längst gelaufen. Die grösste Zeitung des Landes ist einmal mehr für mich nicht erschienen!

Manchmal finde ich dann doch ein zerfleddertes Exemplar samt ausgefülltem Kreuzworträtsel im Zug, doch in letzter Zeit werden auch diese Chancen seltener. Ein Lichtblick sind bloss die Schulferien: dann ist offenbar die Nachfrage nach Pendlerblogs Lieblingsblatt kleiner.

Selbstverständlich habe ich dies bereits einmal den Verantwortlichen bei 20 Minuten gemeldet, aber diese sind derzeit auf mich eher schlecht zu sprechen, und so bleibt meine Bitte nach gerechter Verteilung oder grösserer Auflage ungehört :-(

Happy Birthday, Pendlerblog!

Fredy Künzler ist Unternehmer, Autor von CH Internet Szene und blog.kuenzler.ch und kandidiert für den Gemeinderat von Winterthur.
1 Jahr Pendlerblog

Serie: Eigenwerbung neues 20min.ch, Teil 2


Zum Beispiel von Pendlerblog
(Aus der Eigenwerbung von 20 Minuten zum neuen Online-Auftritt, 1. Feb. 06, S. 20). Teil 1

03 Februar 2006

Geburtstagsserie 1 Jahr Pendlerblog: Teil I

In knapp 2 Wochen, also am 14. Februar wird Pendlerblog einjährig. Das feiern wir. Und verschiedene Gastautoren feiern mit - als erster Gast erklärt uns Infamous Fuzzy, wie 20 Minuten die Welt verbessert hat.

Von Fuzzy

Ich wollte herausfinden, wieso wohl jemand ein Watchblog zu etwas so Überflüssigem wie 20 Minutten macht. Also füllte ich eine Doppelseite mit Dachgras, zündete sie an, saugte richtig fest daran und dachte hart und lange darüber nach. Plötzlich war es mir vollkommen klar: 20 Minuten ist überhaupt nicht überflüssig, sondern der Anfang der neuen, vom Zwang zu Produktivität, Wachstum und Rendite befreiten und somit auch des Kommunismus nicht mehr bedürfenden Welt, in der es von allem genug für alle hat. Alles ist gratis, alle arbeiten gratis - oder sie lassen es sein! Jeder so, wie er mag. In dieser idealen Welt kann es nicht verwerflich sein, mit einem Becher am Rhein zu sitzen, Wasser zu schöpfen, es von Hölzchen, Gräsern und Federn zu säubern, das Wasser zurück in den Rhein zu leeren und das Treibgut dann den Passanten zu zeigen. Es ist eine Art aktiver Andacht an die schlimme, alte Zeit, als die Leute noch arbeiten mussten, um zu überleben. Man kann ewig weitermachen, der Fluss wird immer neuen Dreck anspülen. Und man verursacht dabei weder Feinstaub noch Ozon.

Fuzzy betreibt das berüchtigte Infamy-Weblog und mag gerne Spiegelei mit Speck.
1 Jahr Pendlerblog

Mal etwas ganz neues

Gestern hat 20 Minuten das Inserat der SVP etwas unglücklich mit dem Inserat von Puma kombiniert (Pendlerblog berichtete). Und nun das: 20 Minuten entschuldigt sich (S. 3).

Bravo, weiter so!

02 Februar 2006

Ein kleiner Aufsteller für 20Min

via Ignoranz
Nachdem in den letzten zwei Tagen einige Dinge schief gelaufen sind, haben wir hier auch wieder mal einen kleine Aufsteller für die Leute vom 20 Minuten. Das Weblog "Kein Mensch liest Free TV" hat sich zum Ziel gesetzt, "die stets vollen Zeitungsboxen der Gratiszeitung FreeTV abzubilden".

Auf den Bildern im Blog ist auch deutlich zu erkennen, dass die Boxen von 20 Minuten im Unterschied zu denjenigen von FreeTV immer leergeräumt sind. Es scheint so, als ob die Leser 20 Minuten dem FreeTV vorziehen. Zu dieser Leistung gratulieren wir ganz herzlich!

Das ist nun wirklich ein (Be)Schämer

via Jürg, Persönlich und Infamy
(Heute, S. 8)

Das erinnert mich daran, wie sich 20 Minuten gerade gestern noch lustig gemacht hat über die Landeszeitung Lüneburg, der folgender Faux-pas passiert ist:

Zuschriften von heute

Heute hatte ich leider keine Zeit das 20 Minuten zu lesen. Zum Glück gibt es genug Leute, die das für uns tun. Hier ein paar Zuschriften von heute:
  • TheRoots hat uns auf eine Diashow bei 20-Minuten-Online hingewiesen und uns verzweifelt gefragt, worum es darin eigentlich geht.
Lieber TheRoots: Wir wissen es beim besten Willen auch nicht.
  • Borkenkaefer möchte der 20-Minuten-Redaktion mitteilen, dass es nicht Wikipedia.com, sondern Wikipedia.org heisst.
Bei 20min.ch fürchtet man wohl auch Vergeltungsschläge von Terroristen, aber nur von arabischen. Denn der christliche und hinduistische oder buddhistische Gott sieht man auf dem Bild sehr schön dargestellt, nicht so Allah, dem hat der Layouter den Bart abgeschnitten. So bleiben wir nur halb informiert und die Redaktion von 20min auf der sicheren Seite. Respekt!


Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

01 Februar 2006

Achsenbeschriftung besser

Diesmal hat 20 Minuten dem Oberassistenten grosse Freude bereitet: Bei diesem Diagramm wurden die Achsen sauber beschriftet. (Seite 22, über die Vorzüge des Webs)


Die X-Achse ist wie immer - wem sage ich das - die Zeitachse, welche mit klein "t" beschriftet wird. Volle Punktzahl!
Die Y-Achse ist mit "Inhalt" beschriftet.

Inhalt?
Nur nicht gleich ausrasten, Oberassistent! Es wird sicher schon noch klar, was mit Inhalt gemeint ist.
Ist doch klar: Je älter die Zeitung wird, desto mehr Inhalt hat sie. Während es beim Radio so ist, dass man mit der Zeit immer mehr Inhalt empfängt bis dieser dann plötzlich wieder komplett weg ist und wieder von neuem mehr wird. Ein Radio der Marke Sisyphus.
Schliesslich ist beim Web der Inhalt immer da. Deshalb macht das Pendlerblog ja auch Web und kein Radio. Weil sonst könnte der Inhalt ja plötzlich komplett weg sein.

Experiment Werbewirkung

Im Namen der Wissenschaft wurden heute zwei versteckte Werbebotschaften im redaktionellen Teil von 20 Minuten platziert. Proband Otto schildert uns, wie er heute beim Lesen des Pendlerblatts die persuasive Wirkung auf affektiver, kognitiver und konativer Ebene erlebt hat:
"Als ich heute aufgestanden bin, habe ich mich als erstes gefragt, wo sich wohl die STA-Weltenbummler befinden (Die Rede ist von diesen Weltenbummlern, Anm. Pendlerblog). Ich habe schon lange nichts mehr von ihnen gehört und auch den Firmennamen STA habe ich fast vergessen. Zum Glück hat mich dann 20 Minuten aufdatiert: Aline und Alain sind in Sudamerika und Cosima und Valerie in Asien. Wow. Jetzt freue ich mich: "Was im Verlauf ihres grossen Abenteuers geschieht, verraten die zwei Teams ab morgen wieder mit einer wöchentlichen Kolumne." So schön. Ich bin gespannt und kann fast nicht darauf warten, bis sie mir verraten, wo sie als nächstes sind.

Und noch was: 20 Minuten hilft mir wiedermal aus der Patsche, weil ich nicht wusste, was ich heute Abend kochen soll. Ich mache jetzt "Gemüse Mix unter Knusperhaube", wie mir Knorr ähh 20 Minuten heute rät. (Seite 45)"

Nackt bis auf die Socken!

Ein kleines Bilderrätsel auf 20 Minuten online. Die Aufgabe: Finde die Socken.
Also ich sehe auf diesem Bild eindeutig mehr Slips als Socken. Vielleicht sollten die 20 Minuten Online Redaktoren mal in eine Modeberatung?

Respekt aber für den Maler, der da dem Titel nach vier Chinesinnen erschaffen hat.

Nackt, wie der Maler sie schuf

Gesehen an der Olympus Fashion Week in New York: Traditionelle chinesische Kleider wie man sie kennt, möchte man meinen. Doch die Damen sind nackt (bis auf die Socken) und nur von einer dünnen Farbschicht umhüllt.

Juhuu! Die erste Stellungnahme von 20 Minuten zum Pendlerblog

Im Interview mit Persönlich zum neuen Webauftritt von 20 Minuten äussert sich mit dem Herrn Online-Chefredaktor W. auch das erste Mal ein 20-Minuten-Mitarbeiter öffentlich zum Pendlerblog:
Persönlich: Abschlussfrage: Im Internet beobachtet der Pendlerblog 20 Minuten auf Schritt und Tritt. Ist der Weblog für Sie ein Ärgernis, oder pflegen Sie ein sportliches Verhältnis zu den Bloggern?
Herr Chefredaktor W.: Ich hab schon davon gehört. Allerdings haben wir gegenwärtig wichtigere Dinge zu tun als uns über ein paar Blogger zu ärgern. Ansonsten sind wir offen für Kritik.
Die Offenheit für Kritik von Herrn Online-Chefredaktor W. kann auch besonders gut hier hier hier hier hier oder hier nachvollzogen werden.

Nachtrag der unmündige Leser, 10:42 Uhr:
Der Medienspiegler wundert sich auch:

Herr Chefredaktor W. nimmt den Mund voll

Heute darf sich Herr Online-Chefredaktor W. im Interview mit Persönlich.com, trotz einiger Anfangsschwierigkeiten, selber auf die Schulter klopfen und den www.20min.ch-Relaunch feiern:

"Wir können nicht anders, als früher oder später den Blick zu überholen"

Einen tiefen Einblick..

...in die 20-Minuten-Online-Redaktion verschafft uns heute byzeth.com. Das Blog hat ein paar sensible Daten gefunden, die bei 20 Minuten offen auf dem Webserver rumliegen und auch nach 8 Studen noch immer nicht entfernt wurden. Besonders brisant: Das File stellenprozent.xls gibt aufschluss über Stellenkürzungen. Da dürften sich wohl einige 20-Minuten-Mitarbeiter über die Indiskretion ihres Chefs nerven. Auch Blogging-Tom befindet: "Nicht sehr professionell"

Nachtrag, der unmündige Leser, 12:00 Uhr:
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Nachtrag, der unmündige Leser, 17:20 Uhr:
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