08 August 2006

Ganz 20 Minuten? Nein!

Nach der heute"-Projektwoche kehrt Pendlerblog nun wieder zurück zu den Wurzeln, zu 20 Minuten.

Und diese Woche beginnt gut. Meine beiden Lieblingsautoren von 20 Minuten sind heute wieder mal auf der gleichen Seite vereint (nämlich S. 25): Musikkritiker Oliver Joliat und Buchkritiker Wolfang Bortlik.

Olivier Joliat bringt mir die TrashThrash-Metal-Band Slayer näher. Sehr schön wie er die wichtige Slayer-Zeilen nacherzählt:
Doch so, wie Tom Araya brüllte «religion is hate, religion is war, religion is rape, religion’s a whore. I made my choice. Six six six» – so wurde schnell klar: Das neue Slayer-Werk wird deftig.
Im Unterschied zu anderen 20-Minuten-Redaktoren nehme ich Joliat alles ab. Er scheint gegen die üblichen Fehler der Musikredaktion gefeit zu sein. Obwohl ich eigentlich Schmusepop höre, überlege ich mir ernsthaft, in diese Slayer-Platte reinzuhören.

Joliats Pendant aus der Welt der geschriebenen Worte heisst Wolfgang Bortlik. Er empfiehlt interessante Bücher, diesmal Leo P. Ards "Der letzte Bissen". Bortlik schriebt natürlich gut und flüssig, doch was noch viel wichtiger ist: Er gibt Leseempfehlungen, die auch solche sind. Ich frage mich nur, wie sich dieser Bortlik bei 20 Minuten hat durchsetzen können gegen solch potente Mitstreiter, die Pressetexte von Bestsellerbüchern in wenigen Sekunden auf ein handliches Format kürzen können. Er muss wohl jemanden aus der Chefetage kennen.

Leider veröffentlicht 20min.ch Bortliks Buchbesprechungen nicht online. Bitte holt das doch nach. Und schaut dass ihr Joliat und Bortlik halten könnt und diese nicht zu kostenpflichtigen Publikationen abwandern.

14 Kommentare:

Am 08 August, 2006 14:39 meint Blogger Der unmündige Leser ...

Hallo Hund. Da sind wir gleicher Meinung. Auch ich finde Joliat toll. Immer sehr kompetent bei Rockmusik. Ich muss dich allerdings korrigieren. Einer der oben angelinkten typischen Fehler von Musikredaktoren stammt nicht von einem anderen Musikredaktor, sondern von Joliat ( und zwar der hier). da wollen wir aber grosszügig drüber wegschauen. Sonst macht der seine Sache nämlich super. Wir sollten uns überlegen, ob wir nicht einen Journalistenpreis für 20Minuten-Mitarbeiter einführen sollten. Jolliat wäre mit grosser Sicherheit einer der ersten, der ihn kriegt.

 
Am 08 August, 2006 16:27 meint Blogger kiwi ...

Joliat, besser bekannt als Ojo, wird leider nicht mehr lange bei 20 Minuten weilen. Er wird bald neuer Musikchef beim Blick. Schade.

 
Am 08 August, 2006 16:33 meint Blogger Hund Basil ...

Oh schade. Das macht er sicher nur, um sich einen Platz in der Musicstar-Jury zu ergattern, wie dieser andere Dingsbums vom Blick mit farbiger Brille.

Weiss Insider Kiwi auch was über Bortlik zu berichten?

 
Am 08 August, 2006 17:35 meint Anonymous Anonym ...

Es heisst Thrash Metal verdammt nochmal. Und das schon seit über 25 Jahren. Wenn das keine fachliche Inkompetenz ist weiss ich auch nicht mehr weiter.

 
Am 08 August, 2006 18:15 meint Anonymous DB ...

genau.
trash=müll
thrash=prügeln

zu slayer passt, ehm, eher das zweite...

 
Am 09 August, 2006 07:44 meint Blogger Hund Basil ...

Tatsächlich: Thrash-Metal sollte es heissen, nicht "Trash-Metal". Für mich ist aber "Trash" das Spitzenwort für Musikbeschreibungen. Ich höre vor allem Trash-Schmusepop. Das mag der Grund sein, weshalb mir der Fehler, der übrigens ja schon so im 20 Minuten stand, nicht aufgefallen ist. Die Frage ist noch offen, ob der gelobte Joliat diesen trashigen Missgriff tätigte, oder ob der Lektor das nachträglich änderte.

Anzahl Kommentare über Musikkritiker Joliat: 6.
Anzahl Kommentare über Buchkritiker Bortlik: 0.
Wieso?

 
Am 09 August, 2006 09:00 meint Anonymous Anonym ...

Anzahl Kommentare über Musikkritiker Joliat: 6.
Anzahl Kommentare über Buchkritiker Bortlik: 0.
Wieso?


Es gibt keine richtige Zeitung in der falschen.

 
Am 09 August, 2006 11:14 meint Blogger kiwi ...

der wolfgang (also bortlik) wird wohl erhalten bleiben. die spezies der literaturkritiker ist ja dünn gesäht, und noch dünner ist das stellenangebot. er hat ja noch eine lesenswerte kolumne beim baslerstab. die einzig lesenswerte im zweiten gratisblatt basels. wolfgang for president!!!

 
Am 11 August, 2006 12:46 meint Anonymous arschritze ...

"und schaut dass ihr joliat und bortlik halten könnt und diese nicht zu kostenpflichtigen publikationen abwandern." und ganz zufälligerweise geht joliat tatsächlich! was für eine koinzidenz, was für ein timing! hihihuhu, ich halt mir den bauch vor lachen, das ist soooo raffiniert. aus der trickkiste eines siebenjährigen ringier-sonderschülers. Hihihi!

 
Am 11 August, 2006 13:54 meint Blogger Der unmündige Leser ...

Hallo Hund Basil. Du siebenjähriger Ringier-Sonderschüler. Was sagst du zum Vorwurf on Arschritze? Jetzt aber raus mit der Sprache! Selbst ich hab da das Gefühl, da könnten Insider-Infos im Spiel gewesen sein.

 
Am 11 August, 2006 15:16 meint Blogger Hund Basil ...

Hallo Arschritze

Ich weiss nicht, was du mit deinem Kommentar sagen möchtest. Fühlst du dich beleidigt, weil Joliat von 20 Minuten weggeht und verdächtigst mich der Schadenfreude?

Ich kann dich beruhigen. Ich freu mich nicht, dass Joliat beim Blick schreiben wird, denn entgegen deinen Vermutungen, habe ich keinen kostenfreien Zugang zur "stärksten" Zeitung.

Ich wünsche 20 Minuten, dass sie einen würdigen Nachfolger finden.

 
Am 11 August, 2006 16:29 meint Anonymous arschritze ...

der schadenfreude verdächtigen? schon wieder ein gag - und was für einer. und wenn du nichts checkst, mann, dann frag doch den kiwi oder schau in den spiegel und führ ein aufschlussreiches selbstgespräch.

 
Am 11 August, 2006 16:42 meint Blogger Hund Basil ...

Hoi Arschritze.

Dass ich deinen Ärger nicht verstehe, kann nicht daran liegen, dass ich zuwenig Selbstgespräche führe. Aber diesmal sind sie einfach nicht aufschlussreich, sorry. Ich weiss wirklich nicht, wieso du so beleidigt sarkastisch tust. Aber ich kann ja den kiwi fragen.

He, kiwi: "Weisst du, was mir die Arschritze (Name vom Benannten selbst gewählt) sagen möchte? Ich check es nicht"

 
Am 15 August, 2006 14:37 meint Blogger Misanthrop ...

arschritze hat sehr subtil angedeutet, dass du eventuell von Ringier gekauft bist und die hart arbeitenden, ehrlichen, intelligenten, gut aussehenden, und sympathischen 20 Minuten Journis jetzt mit dem Abgang des Hochverräters Joliat aufziehst!

Falls dem so ist:

1. Schäm dich du Judas, hoffe du hast Spass an deinen 30 Silberlingen und haust sie nicht wieder sofort für Schnaps, Drogen und Kinderpornos auf den Kopf!

2. Hast du einen Job für mich, ich brauch dringen Kohle bin aber zu faul zum Klauen. Ehrlich!

 

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